Belize: Languste in Kokos-Kochbananen-Soße

Belize ist ein Staat in Zentralamerika und hat rund 327.720 Einwohner auf einer Fläche von 22.966 km2. Es handelt sich bei Belize um die ehemalige britische Kolonie „British Honduras“, es wird dort auch Englisch gesprochen. Das Land wurde stark von den in den Nachbarländern lebenden Mayas beeinflusst.

Langusten in Kokos-Kochbananen-Soße 
 

Zubereitungszeit: 30 Min.

  • 5 Kochbananen
Die Bananen schälen und in Stücke schneiden. Anschließend rund 10 Min. in gesalzenem Wasser kochen lassen, bis sie weich sind. Danach mit einem Pürierstab pürieren.
  • 1 Dose Kokosmilch
  • Salz
  • Schwarzer Pfeffer
  • 1TL Oregano
  • 1TL Basilikum
  • 1 Lorbeerblatt
In einen separaten Topf geben und aufkochen, anschließend die Gewürze hinzugeben.
  • 2 Langustenschwänze, frisch, roh, aufgetaut
Hinzugeben, indem diese auf der Panzerseite hineingelegt werden. Alles rund 20 Min. garen, bis das Fleisch der Langusten weiß geworden und komplett durchgegart ist. Das Lorbeerblatt wieder entnehmen. Dann die zerkleinerten Kochbananen hinzugeben, erhitzen und dabei alles gut verrühren.
Fertig!
Mein Fazit: ***** von 5 Sternen 
Also, die Soße war zu meiner Überraschung und entgegen ihrer Optik (schleimig weiß mit Kräuter-Stippen) unglaublich unglaublich lecker. Wir haben erwartet, dass die Soße süßlich schmeckt, aber das tat sie nicht. Sie war erfrischend und durch die Kräutermischung erstaunlich gut abgestimmt. Wir waren richtig begeistert und es ist auch kein Löffelchen übrig geblieben. 🙂

Belgien: Reisauflauf nach flämischer Art

Belgien grenzt an die Niederlande, Deutschland, Luxemburg und Frankreich – und liegt direkt an der Nordsee. Belgien hat rund elf Millionen Einwohner auf einer Fläche von 30.528 km2.
In erster Linie denke ich bei Belgien an Schokolade… Wenn man die ein oder andere Frau fragt, kann es sich dabei um eine vollwertige Mahlzeit handeln 😛 aber mir würde das eher einleuchten, wenn es sich bei so einer Mahlzeit um Lakritz handeln würde.
Da ich das „Nationalgericht“ mit den Miesmuscheln nicht mag, habe ich eine flämische Speise ausgewählt. Tataaa:
Reisauflauf nach flämischer Art 
 
Zubereitungszeit: 30 Min.
  • 200g Milchreis
  • 1l Milch
  • 1 Vanilleschote, aufgeschnitten, leicht ausgekratzt/ geöffnet
  • 1 abgeriebene Zitronenschale einer unbehandelten, gewaschenen Zitrone
Zum Kochen bringen, den Herd ausschalten und einen Deckel aufsetzen.
25 Minuten quellen lassen. Dann den Deckel abnehmen und den Reis
auskühlen lassen. Ofen vorheizen 180°C Umluft.
  • 4 Eiweiss
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Zitronensaft
Eischnee schlagen.
  • 4 Eigelb
  • 80g weiche Butter
  • 70g Zucker
Schaumig rühren. Eigelb unter die Masse rühren, dann den Eischnee unterheben.
In eine Auflaufform geben und 40-45 backen
Herausnehmen und abkühlen lassen, dann mit Puderzucker bestäuben.
Mein Fazit: *** von 5 Sternen 
Ja, das ist ganz okay gewesen. Als Hauptgericht finde ich es zu süß und die Konsitzenz – „cremig aber ein bisschen krümelig“ ist nicht so unsers. Der zitronige Nachgeschmack ist allerdings sehr erfrischend.

Barbados: Karamellisiertes Lamm, Süßkartoffel und Kochbanane

Barbados ist die östlichste Insel der Inselkette der Kleinen Antillen und liegt im Atlantischen Ozean. Im Gegensatz zu vielen benachbarten Karibikinseln, ist Barbados nicht vulkanischen Ursprungs. Es ein Staat innerhalb des Commonwealth of Nations. Barbados hat eine Fläche von 430km2 und ca. 278.000 Einwohner. Die Hauptstadt heißt Bridgetown. (Quelle: Wikipedia).

Das Gericht, das ich ausgesucht habe, stammt aus einer ganzen Gericht-Reihe namens „Die rote Sonne von Barbados“ und ist wohl der Gewinnerteller des Cooking Cup 2012. Ich weiß jetzt warum. Es ist so unglaublich köstlich, dass man sich hineinlegen könnte. Da die Zubereitung nicht exakt beschrieben wurde und die Zutatenliste wild gewürfelt waren, müsst ihr mir nun vertrauen, dass es so wirklich lecker wird 🙂 Gigantisch lecker!!!

Karamellisiertes Lamm

Zubereitungszeit: 30 Min.

  • 2 Zwiebeln, grob gehackt
  • 2 EL brauner Zucker
  • 2 EL Butter
Zwiebeln in Butter glasig anbraten und Zucker hinzugeben, sobald er beginnt zu karamellisieren, direkt die nächsten Zutaten hinzufügen:
  • 4 Lammkoteletts
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
Scharf anbraten – der Knoblauch sollte aber nicht verbrennen.
  • 2 cl Rum, braun, 54%
Hineingießen und das Gericht „ablöschen“, dann flambieren.
  • Wasser aufgießen (bis Lamm fast bedeckt)
  • 2 EL Sultatninen
  • 1 Msp. Piment, gemahlen
  • 1 TL Thymian , getrocknet
Hinzugeben und schmoren lassen, bis es eine gute Soßen-Konsistenz gibt.
  • 2 Scheiben frische Ananas
In einer separaten Pfanne anbraten. Dazu servieren.
Süßkartoffel Barbados-Art
Zubereitungszeit: 20 Min.

  • 1 Süßkartoffel (groß), geschält, in feine Würfel geschnitten
In Öl anbraten. Dann mit Wasser aufgießen.
  • 1 gehäufter TL brauner Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chilipulver
  • Piment
Dazugeben und kochen bis es gar und das Wasser verkocht ist.

Fritierte Kochbanane

  • 1 Kochbanane (alternativ: Grüne Banane), geschält, längs in dünne Scheiben geschnitten
10 Minuten in kaltem Salzwasser einlegen. Dann entnehmen, abtrocknen. Würzen und anschließend in Maismehl wenden.
  • Salz
  • Pfeffer
  • Chilipulver
  • Maismehl
In Öl frittieren.
Mein Fazit: ***** von 5 Sternen 
Oh, war das lecker! Ein ganz tolles Gericht!!! Das Lamm war einfach himmlisch! Die Süßkartoffeln kann man definitiv auch zu anderen Gerichten als Beilage verwenden. Die Kochbanane war auch sehr lecker – ein perfektes Menü! (Auch, wenn mir das Flambieren fast wegen einer kleinen „Explosion“ missglückt wäre.)

Bangladesch: Dal und Garnelen-Curry mit Reis

Hallo ihr Lieben,

heute befinden wir uns im asiatischen Raum unserer Reise, in Bangladesch. Es handelt sich um einen Staat in Südasien, der an den Golf von Bengalen und an Myanmar angrenzt und ansonsten von den indischen Bundesstaaten Meghalaya, Tripura, Westbengalen, Mizoram und Assam umschlossen wird.
Die Hauptstadt heißt Dhaka und das Land besitzt eine Grundfläche von 147.570km2 und hat rund 161.000.000 Einwohner.

In Bangladesch essen die Menschen übrigens mit der Hand. Ganz wichtig: Es muss die Rechte sein, denn die Linke gilt als „unrein“, da sie zur Körperhygiene genutzt wird.

Ich habe mich bei diesem Land für 2 Dinge entschieden. Einmal „Dal“ was augenscheinlich zu jeder Mahlzeit gehört, es ist eine Art Linsengemüse mit Kokos. Und für ein Gericht mit Reis und zwar Garnelen-Curry.

Dal

Zubereitungszeit: 50 Min.

  • 2 Tassen Linsen rot, getrocknet, abgewaschen
  • 4-5 Tassen Wasser
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
  • 2-3 Zehen Knoblauch, gepresst
  • 1 Chilischote, scharf, gehackt
  • 1 TL Ingwer, frisch, fein gehackt
  • 1 Lorbeerblatt
Die Linsen ca. 20 Min. bei mittlerer Hitze garen bis sie weich und breiig sind. Immer wieder umrühren, sonst brennen die Linsen an. Ggf. Wasser nachgießen.
  • 1 TL Kurkuma
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL Koriander, frisch, gehackt
  • 1-2 TL Salz, je nach Geschmack.
Hinzugeben, wenn die Linsen gar sind. Bei niedrigster Stufe noch einmal 20 Min ziehen lassen.
  • 1 kleine Dose Kokoscreme
  • 1 EL Zitronensaft, frisch gepresst
Zu guter Letzt unterrühren. Wenn ihr eine Art Suppe als Vorspeise wollt, einfach 1 große Dose Kokoscreme verwenden. Schmeckt super!
Garnelen-Curry mit Reis 
Zubereitungszeit: 15 Min.

  • 4 EL Öl
  • 5 Chilischoten, grün, scharf, fein gehackt
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
In den Wok geben und scharf anbraten, bis es braun wird.
  • 1 TL Knoblauch, frisch, gepresst
  • 1 TL Ingwer, frisch, fein gehackt
  • 1 Bund Koriander, frisch, fein gehackt
Hinzugeben und kurz anbraten.
  • 500g Garnelen, roh, geschält, entdarmt
  • 2 Tomaten, in Stücke geschnitten
Hinzugeben und köcheln lassen bis die Krabben gar sind .
  • 2 TL Chilipulver
  • 1TL Kurkuma
  • 2 TL Garam Masala *(siehe unten)
Hinzugeben und 5 Min. ziehen lassen bei mittlerer Hitze.
* Garam Masala: 1 EL Kreuzkümmel, 2 EL Koriander, 2 TL schwarze Pfefferkörner, 1 TL Nelkenpulver, 1 Messerspitze Zimt, 1/4 TL Muskatnuss (gerieben), 1/2 Lorbeerblatt (zerstoßen), 1/2 TL Kardamom
Dazu: Reis. Nach Packungsanleitung gegart. 

Mein Fazit: 
Dal: **** von 5 Sternen 
Garnelen-Curry: ** von 5 Sternen

Dal war total überraschend gut. Frisch, lecker und macht gut satt. Da man es als eine Art Brei mit der Hand ist, habe ich es wohl falsch zubereitet, denn bei mir war es eher eine Suppe. Also habe ich zu viel Wasser und zu viel Kokos verwendet. Aber: Als Suppe ist es einfach n ur perfekt!!!
Das Garnelen-Curry war gar nicht mein Ding. Für indisches Essen zwar recht mild, aber trotzdem extrem würzig. Ich mochte es leider nicht, unser Besuch hat es gegessen (aus Höflichkeit?! *lach* Nein, angeblich fanden sie es ganz ok.) Was ich toll fand war unser Klebereis, den ich zum 1. Mal gemacht habe. Dafür habe ich ihn vorab 10 Stunden eingeweicht und dann ca. 20 Min. gekocht. Einfach lecker!!! Schade, dass die Soße nichts für mich war.

Bahrain: Gewürztes Lammfleisch mit Reis

Hallo ihr Lieben,

am Sonntag habe ich es tatsächlich geschafft ein Rezept aus dem Land Bahrain zu kochen. 🙂 Ich habe mir nun vorgenommen jeden Freitag ein neues Gericht zu kochen – bzw. spätestens am Wochenende, falls man Freitag abends mal etwas anderes vorhat.

Also, über das Land Bahrain gibt es folgendes zu sagen: Es handelt sich um ein Königreich 🙂 und ist ein Inselstaat der insgesamt 33 Inseln umfasst. Bahrain liegt am Persischen Golf, bei Saudi-Arabien und Katar. Das Land hat insgesamt eine Fläche von 750km2 und laut Wikipedia 1.234.571 Einwohner. Nahrain bedeutet übrigens „Zwei Meere“ in der arabischen Sprache. Das bezieht sich auf das Meer was den Inselstaat umgibt und das Grundwasser. Eine schöne Idee für eine Namensgebung eines Landes 🙂 Die Hauptstadt heißt Manama – was mich an dieses blöde Lied „Mana Mana – Badibidibi“ erinnert. *lach*

So, nun aber zum leckeren Teil des Abends. Ich muss euch warnen: Das Gericht was ich gekocht habe sieht unglaublich unappetitlich aus. Ist aber super lecker. 😉

Gewürztes Lammfleisch mit Reis  oder „Lahm Kharuf bi“ 

Zubereitungszeit: ca. 1,5 Stunden

  • 400g Lammfleisch, gewürfelt
  • 1l Wasser

Zusammen in den Topf geben und 45 Min kochen lassen, bei geschlossenem Deckel. 

  •  3 Zwiebeln, fein gehackt
  • 2 EL Butter
  • 100g Pistazien, fein gehackt/ zerstoßen
  • 100g Sultaninen
  • 1/2 TL Pfeffer
  • 1 Messerspitze Nelkenpulver
  • 1 TL Paprikapulver, rosenscharf
  • 1 TL Kurkuma
  • 1/2 TL Muskat, frisch gerieben
  • 1/2 TL Koriander
  • 1 Messerspitze Zimt
  • 1/2 – 1 TL Salz
Zu dem Fleisch in den Topf geben und den Deckel schief aufsetzen, sodass der Dampf abziehen kann. Kocht das Ganze noch einmal 45 Min, damit die Soße eindicken kann. 
  • 5 EL Rosenwasser
  • 1 Msp. Safran (vorab im Rosenwasser aufgelöst)

Nach dem Garen unter das Lammfleisch und die Soße rühren.

Dazu: Reis. Nach Packungsanleitung gegart. 

Mein Fazit: **** von 5 Sternen 

Das Essen ist sehr lecker. Keine Frage. Nur die Optik ist bedenklich, da es sehr grün-bräunlich und leider schon einmal gegessen aussieht. Aber: Es schmeckt super! Die Soße ist super super lecker und wir haben alles davon aufgegessen. Einfach eine Sonnenbrille aufsetzen oder wo anders hinschauen und genießen 🙂

Bahamas: „Languste mit Mango überbacken“

Die Bahamas sind ein Inselstaat im Atlantik und Teil der Westindischen Inseln. Sie liegen nordöstlich von Kuba und südöstlich der USA und werden geographisch zu Mittelamerika gezählt. Die Landfläche, die zu den Bahamas zählt liegt bei rund 13.939km2 und die Einwohnerzahl bei ca. 353.700 Personen. Und jetzt kommt das Bemerkenswerte: Von mehr als 700 (!!!) Inseln, die zu den Bahamas zählen, sind nur 30 bewohnt. :-O Die Hauptstadt heißt Nassau.

Dafür gibt es dort eine große Auswahl an kulinarischen Köstlichkeiten. Und was finde ich hier? Hauptsächlich Cocktailrezepte! Das ist zum aus der Haut fahren 😉 Denn eigentlich gehören Fisch und Meeresfrüchte zu den Hauptzutaten der Speisen. Und hier habe ich sie gefunden: Die überbackene Languste! Also spanne ich euch nicht länger auf die Folter und gönne euch das Rezept, während ich einen Bahama Mama Cocktail schlürfe. Ich mache auch mal eine Ausnahme und stelle euch noch ein alkoholisches Cocktailrezept zur Verfügung:

Languste mit Mango 

  • 150-200g Langustenhäften (pro Person), halbiert, entdarmt

Legt die Langusten auf der Panzerseite in eine Auflaufform.

  • 1/2 Mango, geschält, entkernt, in Stückchen geschnitten
  • 1 scharfe frische Chilischoten
  • 2 Eigelb
  • 1 Limentte abgerieben
  • 100g Hüttenkäse

Vermischen und auf den Langusten anrichten. 🙂 Und ab in den Backofen bei 150°C, solange, bis die Oberseite goldbraun gebacken ist.

Tipp: Die Langustenhäften gibt es oft bei Nordsee und können dort vorbestellt werden. Dann sind sie schon halbiert und entdarmt, was ganz praktisch ist. Im Prinzip esst ihr so die Langustenschwänze. Der Panzer ist noch dran und die Langusten werden auch auf die Panzerseite gelegt und von unten erhitzt. Sie sollen nur gar – sprich „weiß“ werden.

Dazu: Reis. Nach Packungsanleitung gegart. 
Die restliche Mango haben wir als Nachtisch gegessen. 

Bahama Mama 

  • 2cl brauner Rum
  • 2cl weißer Rum
  • 2cl Jamaika Rum
  • 2 cl Malibu
  • 1cl Grenadinesirup
  • 4cl Ananassaft
  • 4cl Orangensaft
  • 2 cl Zitronensaft
Alle Zutaten zusammen in den Shaker stecken und mit Eiswürfeln schütteln, bis alles gut vermischt ist. Anschließend einfach in ein Longdrink-Glas gießen und mit einem Schirmchen auf einem Liegestuhl im Garten unter einer Palme servieren *träum* 

Mein Fazit: ***,5  von 5 Sternen 

Die Languste war ganz lecker und die Mango ebenso. Da ich Languste aber schon einmal mit einer anderen Soße gegessen habe, weiß ich, dass es noch viel besser schmecken kann. Außerdem war diese Languste von Nordsee vorgekocht. Bei Edeka kann man aber frisch eingeflogene Langusten kommen – roh. Sodass man sie noch selber knacken muss. Ui sind die lecker!!!! 🙂

Australien: Lamm aus dem Backofen mit Macadamiahaube und Süßkartoffelpüree

Australien… wer denkt da nicht an Kängurus und den Ayers Rock und an Surfen und Sidney und Canberra – die Hauptstadt. Ich will dieses Land unbedingt einmal sehen, wenn dann aber richtig. Und  dafür braucht man Zeit, denn einfach mal 2 Wochen dorthin fliegen – das lohnt nicht.

Freude von mir haben Australien für 3 Monate besucht und ein Studienkollege sogar für 2 Jahre, um dort seinen Master zu machen. Spannend. Ich bin soooo neidisch! 🙂 Aber die 3 dienten mir dafür als gute Informationsquelle. Das Hauptfazit: In Australien wird alles gegrillt…und überall. Denn es gibt dort überall Parks mit öffentlichen Grillplätzen. Einfach hinstellen, Grill anwerfen, Fleisch drauf und fertig. Es wird dort alles gegessen was es hier auch gibt. Und laut meinen Freunden gibt nichts typisch Australisches, was man essen kann. Gut, Kängurufleisch und Krokodil, aber das würde man ja von einem 0-8-15 Australienrezept erwarten. Ich wollte aber mehr. Und das habe ich auch schon nach einer kurzen Recherche im Netz gefunden.

Ich entschied mich für dieses Rezept, weil es sich einfach so unglaublich lecker anhörte. Und das war es auch. Wir haben uns danach die kugelrunden Bäuche gerieben und hätten noch mehr gegessen, wären unsere Teller nicht schon leergeputzt gewesen 😀 Klasse!

Nun noch fix zu den Fakten: Australien liegt, wie ihr bestimmt wisst, auf der Südhalbkugel der Erde und nordwestlich von Neuseeland sowie südlich von Neuguinea, Indonesien und Osttimor (was auch immer das ist). Es hat eine gigantische Fläche von 7.692.024 km2 und 23.130.900 Einwohner, laut Wikipedia.

Außerdem gehört noch Tasmanien dazu, mit dem tasmanischen Teufel, den wir als „Tazz“ aus den Zeichentrickserien kennen. *grins* Und die Weihnachtsinsel gehört auch als Außengebiet zu Australien. Da kommt der Weihnachtsmann her… 😉

Spaß beiseite, hier geht es schließlich um Kochen und nicht um Spaß 😛 Deshalb zum Rezept:


Macadamiahaube

 

Zubereitungszeit: 10 Min.

  • 75 g Butter
  • 4 Scheiben Toastbrot, Weizen, in kleine Stücke gerupft
  • 75g Macadamia-Nüsse, ungesalzen, gemahlen
  • 6 frische Minzeblätter, fein gehackt
Die Butter in einem Topf zerlassen, den Topf anschließend vom Herd nehmen. Währenddessen das Brot, die Macadamias und Minzeblätter ein einem Zerkleinerer zerkleinern und unter die zerlassene Butter rühren.

 

Lammfleisch 

Zubereitungszeit: ca. 35 Min.
Backofen vorheizen: 200°C

 

  • 2 Lammkarrees (250-300g) mit Rippenknochen
In einer Pfanne von beiden Seiten schnell und scharf anbraten – nicht durchgaren! Wieder entnehmen und schon einmal in die Auflaufform legen. 
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 1 kleine Zwiebel, fein gehackt
  • 1 EL Öl
In die noch heiße Pfanne geben und andünsten. 
  • 3 EL Paprikapaste (aus dem Feinkostregal)
Hinzugeben und anbraten. 
  • 150ml Wasser
  • 1/8 l Weißwein
  • 1/2 TL Brühe
  • 1/2 TL Chiliflocken
  • 5EL Sojasoße
Unterrühren und kurz aufkochen. Anschließend den Sud über das Fleisch in die Auflaufform gießen. Dann nehmt ihr die Macadamia-Masse und drückt diese als Haube oben auf das Fleisch. 20 Min. bei 200°C im Backofen garen. Dann herausholen und noch einmal 5 Min. stehen lassen. Erst dann aufschneiden. Tipp: Wir haben zum Aufschneiden ein Brotmesser genommen, weil es gar nicht so einfach war zwischen die Rippchen zu kommen 😉 

 

Süßkartoffelpüree 

Zubereitungszeit: ca. 35 Min.

 

  • 2 Süßkartoffeln, mittelere Größe, geschält, in kleine Stücke geschnitten
  • 4 Kartoffeln, groß, geschält, in kleine Stücke geschnitten
Beide in separaten Töpfen kochen, da beide unterschiedliche Garzeiten haben. Anschließend zusammen in einen großen Topf geben und stampfen – aber nicht zuuuu klein.
  • 1/2 Bund Frühlingszwiebeln in feine Ringe geschnitten
In einer Pfanne in Butter anbraten, bis sie richtig dunkel und knusprig sind. Vertraut mir! 😉 Und anschließend mit der Butter zusammen unter die Kartoffeln rühren. Fertig 😉
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat (nach Belieben)

Mein Fazit: ***** von 5 Sternen 

Das Essen ist einfach perfekt so wie es ist. Etwas Anspruchsvoll vielleicht, wegen den ganzen Zutaten und Garzeiten, weil man eigentlich alles auf einmal machen muss. Aber es lohnt sich. Dieses Rezept habe ich im Internet gefunden auf lecker(.de) – denen ich noch einmal ganz herzlich dafür danken will. Denn es war wirklich ein tolles Geschmackserlebnis. Das Süßkartoffelpüree ist bei uns schon eingezogen in den alltäglichen Kochgebrauch und das Lammkarree mit Macadamiahaube haben wir schon mal in unser Kochbuch geschrieben. Perfekt für gemütliche Abende mit Freunden bei einem Gläschen Wein.

Äthiopien: „Doro Wot mit Berberesauce & Injera“ oder „Scharfes Hühnchen im Fladen“

Ich bin nun in einem Land gelandet, das für Hunger, Armut und Leiden steht. Wir kennen alle diese großen Plakate, die uns zu Spenden aufrufen und uns daran erinnern, dass es nicht überall auf der Welt Essen in Hülle und Fülle gibt. Und irrwitzigerweise bin ich auf der Suche nach Essen! Das ist schon etwas beschämend, wenn man selbst alle Möglichkeiten dieser Welt hat, zu Essen was man will. Selbst wenn man hier in Deutschland kein Geld hat und auf der Straße steht, kann man zu einer Tafel gehen und dort speisen. Hier muss man nicht verhungern.

Nun bin ich aber trotzdem auf meiner Mission und suche nach der Äthiopischen Küche. Ich finde vor allem eines: Injera. Das ist ein sehr weiches, labbriges und saures Fladenbrot, das mit diversen Soßen serviert wird. Berbere ist dabei eine Gewürzmischung, die dort häufig gegessen wird und ist scharf und stark würzig. Fleisch gibt es in Äthiopien nur für die, die es sich leisten können. Da ich es mir leisten kann, wähle ich ein Gericht mit Fleisch. Irgendwie doof, aber ich entscheide mich für Hühnchen. Das Fladenbrot ersetzt in Äthiopien Teller und Besteck, weshalb ich mich dazu entscheide von meinem Teller wenigstens mit den Fingern zu essen.

Berberesauce 

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde

Zubereitungszeit (Durchziehen): 24 Stunden

  • 1 Msp. (Messerspitze) Kardamom
  • 1 TL Bockshornklee
  • 2 Nelken
  • 2 TL Kreuzkümmel
In einer Pfanne anrösten, nicht verbrennen(!) und anschließend abkühlen lassen. 
  • 1 Msp. Piment
  • 2″cm“ Ingwer, frisch, fein gehackt
  • 3 Peperonis, rot, scharf, fein gehackt
In einem Mörser zu einer Paste pürieren. 
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 2 TL Salz
  • 1/2 TL Pfeffer, schwarz, gemahlen
  • 1/2 TL Muskat, frisch gerieben
  • 1/2 TL Kurkuma
  • 1/2 Tasse Öl
  • 1/2 Tasse Rotwein
  • 1 Msp. Cayennepfeffer
Alles zusammen in ein Glas mit Schraubverschluss geben und 1 Tag in den Kühlschrank stellen zum Durchziehen. 

Injera (Fladen) 

  • 1 Würfel frische Hefe
Den Würfel Hefe einen Tag zuvor in Wasser auflösen, etwas Mehl dazugeben und ruhen lassen.
  • 700g Mehl
  • 300g Maismehl
Mit der Hefe zusammen glatt rühren und gehen lassen. Das „Senkwasser“ abschöpfen, aber nicht weggießen.
  • 1TL Salz
  • 2 l lauwarmes Wasser
Dazugeben und glattrühren. Wieder ruhen lassen, bis der Teig langsam aufgeht. Dann in einer Pfanne ganz dünne Fladen backen. Ohne Fett!

Doro Wot (Scharfes Hühnchen) 

  • 4 Hühnerbrustfilets in Stücke würfeln
  • 50g Butter
In einer beschichteten Pfanne scharf anbraten.
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 2 Knoblauchzehen, gepresst
  • 2 EL Zitronensaft
  • 2 „cm“ Ingwer, frisch gehackt
  • 1 TL Salz
  • 2 Msp. Bockshornklee
  • 2 Msp. Kardamom
  • 1 Msp. Muskatnuss, frisch gerieben
  • 3/4 Tassen Wasser
  • 1/2 Tasse Berberesauce (siehe oben)
  • 2 EL Paprikapulver, edelsüß
In einer separaten Pfanne leicht anbraten. Anschließend das Huhn hinzugeben und 10 Min. darin kochen.

Zum Schluss in die Fladen füllen und rollen/ zuklappen.

Mein Fazit: * von 5 Sternen 

Oh je – ich muss ehrlich sein. Ich bin glücklich, dass ich hier lebe. Das Huhn war in Ordnung, aber die Injera-Fladen fand ich persönlich grauselig, weil sie säuerlich schmecken. Die Berberesauce ist ein sehr intensives Geschmackerlebnis, für meine Geschmacksnerven zu Viel des Guten.

Aserbaidschan: „Plow“

Im letzten Jahr hat der Eurovision Song Contest in Baku stattgefunden, weshalb ich von diesem Land schon mal mehr gehört habe als von manchen anderen 🙂 Ich bin also quasi stolz auf mich, weil ich mal weiß wo es liegt. *grins* Es ist schon lustig, wenn jemand, der wirklich keine, aber auch gar keine geografische Ahnung hat sich ausgerechnet um die Welt kocht. Ich lerne aber von Mal zu Mal dazu! *stolzbin*

So. Und weil ich Daten so gerne zusammenfasse, hier ein Auszug aus Wikipedia: Aserbaidschan ist ein Binnenstaat in Vorderasien zwischen dem Kaspischen Meer und dem Kaukasus. Es grenzt im Norden an Russland und im Nordwesten an Georgien, im Süden an den Iran und im Westen an Armenien. Die Hauptstadt ist Baku und das Land ist rund 86.600km2 groß und hat ca. 9.165.000 Einwohner.

Das Gericht, das ich diesmal für euch ausgesucht habe nennt sich Plow und ist ein sehr verbreitetes Gericht in Aserbaidschan. In seiner Gestaltung kann man es schon fast als „künstlerisch“ bezeichnen, denn es reicht vom Lamm-Reis-Eintopf  bis hin zum süßen Plow mit Backobst oder sogar Milchreis.

Heute haben wir mal einen Gast, ich bin gespannt wie es ihm schmecken wird. Momentan bin ich noch skeptisch, ob ich den richtigen Plow gewählt habe, denn eigentlich wäre mir die süße Variante lieber. Aber mein Freund und sein Bruder halten nicht viel von „Obst im Essen“, also gibt es —- FLEISCH. 😉


Plow

Zubereitungszeit: ca. 1 Stunde

  • 500g Lammgehacktes
  • 2 Zwiebeln, fein gehackt
  • 1 Knoblauchzehe, gepresst
  • Salz
  • Pfeffer
Das Fleisch, Zwiebeln und Knoblauch scharf anbraten und mit Salz und Pfeffer würzen. 
  • 1 TL Gemüsebrühe
  • ca. 750ml Wasser
Gießen Sie nun Wasser mit etwas Brühe in den Topf sodass das Fleisch rund 2,5cm mit Wasser bedeckt ist. Wichtig: AB JETZT NICHT MEHR UMRÜHREN!!! 
  • 500g Möhren geschält, in Stifte geschnitten
  • 2 TL Gemüsebrühe
Schichten Sie nun die Möhren auf dem Fleisch auf. Geben Sie weitere 2 TL Brühe hinzu. 
  • 250g Reis (z.B. Basmati) ungekocht!
  • 1 Lorbeerblatt ganz
Legen Sie nun auf die Möhren den ungekochten Reis und das Lorbeerblatt. (Nicht rühren!) Und gießen Sie wieder mit Wasser auf, bis auch der Reis 2,5cm bedeckt ist. Kochen Sie das Ganze nun bei leichter Hitze rund 45 Min. – falls der Reis länger zum Garen braucht auch etwas länger, diesen können Sie ja zwischendurch probieren. Das Wasser soll am Ende komplett vom Reis aufgesogen werden, falls es aber zum Garen nicht reicht, noch ein wenig nachgießen. (Das musste ich auch machen.) 
Zum Schluss alles mit einer Schaumkelle entnehmen und auf dem Teller anrichten. 🙂

Mein Fazit: *** von 5 Sternen 

Wir 3 waren nicht soooo begeistert. Es gibt definitiv leckerere Sachen. Aber schlecht hat es auch nicht geschmeckt. Ich hätte doch lieber auf meine innere kulinarische Stimme hören sollen und den süßen Plow gekocht. Aber nun ist es geschehen… Für diese Variante gibt es 3 Sterne!

Armenien: „Bosbasch“

So, da bin ich wieder. Bitte entschuldigt, dass ich momentan so lange brauche, um neue Rezepte zu finden und zu kochen und zu veröffentlichen 🙂 Ich hoffe ihr seid mir trotzdem weiterhin treu. Seit meine kleine Maus auf der Welt ist, geht hier alles drunter und drüber. Aber ich werde mein Projekt zu Ende bringen – egal wie lange es dauert 😉 Und wenn ich dafür 100 werden muss. Jetzt bin ich immer noch bei A und Armenien ist an der Reihe.

Armenien ist erst seit 1991 von der Sowjetunion unabhängig – das wusste ich gar nicht. Eigentlich weiß ich über dieses Land nichts. Gar nichts. Ich kenne keine Bilder, ich kenne keine Menschen aus Armenien und habe weder Vorurteile noch irgendeine Ahnung, was die Menschen da so treiben.

Es ist laut Wikipedia ein Binnensaat und liegt im Kaukasus im Bergland zwischen der Türkei, dem Iran, Georgien und Aserbaidschan. Es ist rund 29.800km2 groß und hat in etwa 3.265.000 Einwohner.  Die Hauptstadt heißt Jerewan, von der ich auch noch nie gehört habe. Übel oder? Straft mich ruhig, wegen meiner miserablen Kenntnis. 😉 Aber ich will ja nicht lügen.

Deshalb habe ich mich mal über die Esskultur schlappgemacht. In Armenien wird die Küche von türkischem, arabischem und russischem Essen beeinflusst. Was ich so toll finde: Die Zutaten für die armenische Küche stammen oft aus eigenem Anbau oder vom Markt. Also ist alles besonders frisch und lecker. Toll! 🙂 Da ich selbst auch ein Kräuterbeet habe, was sich sehen lassen kann und unser riesiges Grundstück einen Birnbaum, einen Feigenbaum, Orangenbaum und Olivenbaum besitzt, schwärme ich für den eigenen Anbau von Nahrungsmitteln. Sie sind einfach leckerer – auch die Gemüse- und Obstsorten vom Markt oder Bauern um die Ecke.

Außerdem werden in Armenien viele Gerichte im „Tonir“, einem in den Boden gelassenen Lehmofen zubereitet. Das gefällt mir besonders. Leider kann ich das hier bei uns nicht nachmachen, wir haben einen stattlichen Grill, aber einen Lehmofen haben wir nicht.

Ich habe mich aber für ein Gericht entschieden, dessen Zutaten ich frisch auf dem Markt einkaufen kann. Und so bin ich losgezogen und habe alles eingekauft, um Bosbasch zu kochen. Nur die Erbsen haben den Griff ins Kühlregal gefordert – aber gut, das kann ich verkraften. 🙂 Und nun geht´s zum Rezept:

 

Bosbasch

Zubereitungszeit: ca. 35 Min.
  • 250g Lammfleisch
  • 2 l Gemüsebrühe
Das Fleisch in einen Topf geben und mit 2l kalter Gemüsebrühe übergießen. 1,5 Stunden kochen lassen. Anschließend das Fleisch entnehmen, die Brühe nicht wegschütten! Die brauchen wir noch. 
  • 1 Zwiebel, fein gehackt
Zusammen mit dem Fleisch in einer Pfanne scharf anbraten. 
  • 2 Kartoffeln, geschält, in Stücke geschnitten
  • 2 Tomaten, in Stücke geschnitten
  • 1/2 Paprika, entkernt, in Stücke geschnitten
  • 4 Pflaumen, geschält, entkernt, in Stücke geschnitten
  • 2 getrocknete Aprikosen, in feine Würfelchen geschnitten
  • 1,5 EL Erbsen (aus dem Tiefkühlregal)
Alles in den Topf mit der Brühe von dem Fleisch geben und kochen, bis die Kartoffeln gar sind. 
  • 1 geriebenen Apfel dazugeben
  • 1 Msp. Koriander
  • Salz
  • Pfeffer (nach Belieben, kein Muss)
Alle Zutaten werden wieder zusammengefügt und gekocht bis sie gar sind. 

Mein Fazit: **** von 5 Sternen 

Ich muss sagen, dass es eigentlich sehr sehr lecker war. Mein Freund (der ja immer mit bewerten darf), fand, dass zu viel Obst im Essen war. Deshalb gibt es „nur“ 4 Sterne. Ich hätte mich sonst durchaus zu mehr verleiten lassen.